Rund 4.3 Mio. Tonnen Ausbruchmaterial fallen beim Bau des Teilabschnittes Sedrun an. Davon werden rund 1.8 Mio. t vor Ort zu hochwertigen Betonzuschlagsstoffen verarbeitet und als Rohstoff für die Zubereitung von Spritz- und Ortsbeton verwendet.
Nachdem die Schutterwagen mit der Schachtförderanlage auf das Niveau des Zugangsstollens gebracht worden sind, werden die Wagen vom Schachtkopf zur Kippstelle auf dem Installationsplatz transportiert. Hier werden die Wagen mit einer Rotationskippe entleert. Das Ausbruchmaterial wird anschliessend mit einem Vorbrecher zerkleinert, damit es mit Förderbändern weiter transportiert werden kann. Material, welches aufbereitet und für die Betonherstellung verwendet werden kann, wird im Bereich Tgaglias und im Val da Claus zwischengelagert. Von dort wird das Kieswerk bedient, welches die einzelnen Kieskomponenten produziert. Mit der Stollenbahn und über die Schachtförderanlage werden die Kieskomponenten an den Schachtfuss in grosse Silos transportiert und anschliessend in der Betonanlage unter Tag zu Spritz- und Ortsbeton verarbeitet.
Jenes Ausbruchmaterial, das nicht als Zuschlagstoff aufbereitet werden kann, wird mit Förderbändern ins Val Bugnei transportiert. Von den Abwurfstellen wird das Material mit schweren Baumaschinen zum Einbauort verfrachtet, verstossen und verdichtet.