EINE TÄGLICHE AUFGABE FÜR ALLE MITARBEITER

Im Untertagbau, wo aufgrund der beschränkten Platz- und Lichtverhältnisse sowie weiterer spezieller Faktoren (Zugänglichkeit, mechanische Lüftung, Wasser- und Temperatureinflüsse) ein erhöhtes Unfall- und Gesundheitsrisiko besteht, sind Führungskräfte und Mitarbeiter besonders herausgefordert. Ein projektbezogenes Führungssystem (QS nach ISO 9001ff: 2000) wurde eigens für die Baustelle Sedrun aufgebaut. Dadurch können nebst anderen Führungsrichtlinien die sehr wichtigen objektbezogenen Sicherheitsbelange auf effiziente Art und Weise implementiert werden.

Auf der Basis eines umfassenden Sicherheits- und Rettungskonzeptes wurden alle notwendigen technischen, organisatorischen und personellen Massnahmen zum Schutz der Mitarbeiter getroffen. Bestandteil davon ist der Bau eines zweiten Schachtes mit einer eigenen Förderanlage. Dadurch steht ein vom Schacht I unabhängiger Zugang zum Schachtfuss zur Verfügung, was bei einem Zwischenfall eine deutlich schnellere Evakuierung der Mineure erlaubt. Durch den Einsatz einer modernen Stollenbahn anstelle von Pneufahrzeugen wird die Sicherheit beim Transport der grossen Mengen von Material und Personal erhöht.

Zur Überwachung der angeordneten Sicherheitsmassnahmen wird eine eigene Überwachungstruppe eingesetzt. Diese Sicherheitsbeauftragten haben die Aufgabe, unabhängig vom Produktionsbetrieb die Einhaltung aller sicherheitsrelevanten Anordnungen zu überprüfen und für deren strikte Einhaltung zu sorgen. Darüber hinaus wurde speziell in Sedrun eine rund um die Uhr in Bereitschaft stehende Grubenwehr aufgebaut. Die Hauptaufgabe der professionellen Rettungskräfte besteht darin, bei einem Ereignisfall untertag die gefährdeten Personen schnell und sicher zu retten.

StopRisk

Die anspruchsvollen Arbeitsverhältnisse auf der Baustelle Sedrun verlangen auch beim Gesundheitsschutz nach zusätzlichen Massnahmen. Der Einsatz von Abgasfiltern und schwefelarmem Treibstoff bei den Maschinen und Geräten reduziert die Schadstoffemissionen deutlich. Leistungsfähige *Lüftungs- und Kühlanlagen* tragen dazu bei, dass die Mineure ihre anspruchsvolle Arbeit bei angemessenen Temperaturen (zwischen 25 und 28° Celsius) und einer Luftqualität, welche den zulässigen Grenzwerten entspricht, ausführen können.