BAULOS 360: DAS KERNSTÜCK DER NEAT
Die grosse Herausforderung des Teilabschnittes Sedrun mit zwei rund 8.5 + 8.7 km langen Tunnelröhren ist die Durchörterung schwierigster geologischer Zonen und die Versorgung der Baustelle über einen Vertikalschacht von 800 m Tiefe. Seit Februar 2004 steht mit dem Schacht II, ebenfalls mit einer Schwerlastförderanlage ausgerüstet, ein zweiter, unabhängiger Zugang zum Schachtfuss zur Verfügung. Damit wird der Abtransport des Ausbruchmaterials (via Schacht I) vom Transport von Maschinen, Geräten und Baumaterial entkoppelt. Zudem wird der Betrieb der Baustelle sicherheitstechnisch und wirtschaftlich verbessert. Am Fuss dieser Schächte werden nach Norden und Süden je zwei Tunnelröhren sowie alle 300 m *Querverbindungen* konventionell ausgebrochen. Der Vortrieb erfolgt Richtung Norden im wenig standfesten Fels des Tavetscher Zwischenmassivs bei 2000 m Überlagerung, was die Arbeiten äusserst anspruchvoll macht. Richtung Süden stand überwiegend bautechnisch günstigere Gneise des Gotthard-“Massivs” an. Im Teilabschnitt Sedrun entsteht auch eine der beiden Multifunktionsstellen des neuen Gotthard-Basistunnels. Diese dient in der Betriebsphase als Nothaltestelle und beherbergt bahntechnische Einrichtungen.
Eckwerte:
- Zwei Tunnelröhren mit rund 8.5 und 8.7 km Länge im Abstand von 50 m
- Querverbindungen alle 300m 320 m
- Multifunktionsstelle mit 2 Nothaltestellen, 2 Tunnelwechsel und 4 Tunnelwechselaufweitungen
- Total ca. 25 km Tunnel
- Auftragssumme: 1.5 Mia. CHF exkl. MwSt (Werkvertrag)
- Personalbestand: bis 650 Mitarbeiter
- Installationsarbeiten: Mai 2002 bis Oktober 2003
- Erstellen Schacht II: Mai 2002 bis Februar 2004
- Beginn Sprengvortrieb: Juli 2003 (Nord) resp. August 2004 (Süd)
- Durchschlag im Norden: Ende 2007
- Durchschlag im Süden: Oktober 2010 / Anfang 2011
- Abschluss bergmännischer Ausbrucharbeiten: Dezember 2010
- Betonarbeiten und Innenausbau Niveau Basistunnel: Dezember 2012
- Übergabe an den Bauherrn: Oktober 2014








